Versicherungsanalytics
Stand 2026-09-03
IFRS 17 hat IFRS 4 für alle Geschäftsjahre ab 2023 abgelöst, und die dadurch geforderte CSM-Wasserfall-Rechnung (Contractual Service Margin) ist die Analyse, mit der jeder Versicherungs-CFO das Abschlussmeeting inzwischen eröffnet. Der Berater, der diesen Wasserfall auf SAP Insurance Analyzer aufbauen kann — Kohorte für Kohorte, abgestimmt mit dem versicherungsmathematischen Modell —, spart einem Versicherer 18-24 Monate gegenüber einem individuellen Build und liegt am oberen Ende der Financial-Services-Analytics-Tagessatzbandbreite. Die knappe Kompetenz ist nicht die SAP-Konfiguration; es ist die Fähigkeit, Kohorte für Kohorte zu erklären, warum sich die CSM bewegt hat.
Was Sie lernen
- Erklären, wie sich sowohl IFRS 17s CSM-Wasserfall als auch Solvency IIs SCR auf dasselbe SAP-Insurance-Analyzer-Datenmodell zurückführen lassen.
- Den Kohorten- und CSM-Output eines versicherungsmathematischen Modells in das Vertragsgruppen-Schema des Insurance Analyzer überführen, ohne die Prüfungsnachvollziehbarkeit zu brechen.
- Die fünf häufigsten IFRS-17- und Solvency-II-Reporting-Fehler erkennen und wissen, wie man sie vermeidet.
- IFRS-17-/Solvency-II-Daten-Lineage-Expertise im Tagessatzgespräch für ein Financial-Services-SAP-Engagement positionieren.
Modulüberblick
Versicherungsanalytics auf SAP sitzt am Schnittpunkt zweier Datenmodelle, die selten sauber zusammentreffen: das versicherungsmathematische Reservemodell (Solvency-II-technische Rückstellungen, IFRS-17-CSM-Salden) und das operative SAP-Datenmodell (Policenstammsatz in SAP Financial Services for Insurance, Schäden in SAP Claims Management, Rückversicherungsverträge in SAP Reinsurance Management). Die Aufgabe des Beraters ist es, sie zusammenzuführen — und zwar so, dass der gesetzliche Berichtszyklus ohne eine Last-Minute-Excel-Abstimmung geschlossen wird.
Die IFRS-17-Datenherausforderung. IFRS 17 hat IFRS 4 für Geschäftsjahre ab 2023 abgelöst. Seine drei Bewertungsmodelle — das General Measurement Model (GMM), der Premium Allocation Approach (PAA) und der Variable Fee Approach (VFA) — verlangen Gruppierungen von Versicherungsverträgen bei Vertragsbeginn, die rückwirkend nicht geändert werden können, Diskontsätze, die bei Erstansatz festgeschrieben werden müssen, und eine Contractual Service Margin (CSM), die über die Deckungsperiode amortisiert werden muss. In SAP fließen diese Daten von SAP S/4HANA Insurance (dem Nachfolger von FS-PM und FS-CM) über den SAP Insurance Analyzer oder das SAP Financial Closing Cockpit in SAC und BW/4HANA. Die Daten-Lineage — von der Policenerteilung über den gruppierten Vertrag über die CSM-Bewegung bis zur G&V-Zeile — muss für den externen Prüfer durchgängig nachvollziehbar sein.
Voraussetzungen
- Fortgeschrittene praktische Erfahrung mit SAP-Analytics-Projekten
- Zunächst die Kernkonzepte wiederholen: C087, C083, C046
Lernergebnisse
- Ein realistisches Szenario durcharbeiten: Ein mittelgroßer europäischer Lebensversicherer ersetzt sein tabellenkalkulationsbasiertes CSM-Modell aus dem IFRS-17-Übergangsjahr durch einen produktisierten SAP-Insurance-Analyzer-Aufbau vor seinem nächsten Jahresabschluss.
- Das Anti-Pattern erkennen und vermeiden: den IFRS-17-CSM-Bericht in SAC frei aufbauen, statt die vorgefertigten Views des Insurance Analyzer zu erben — der Vertragsgruppenschlüssel geht verloren.
- Die Kernentscheidung des Moduls anwenden: SAP Insurance Analyzer versus individueller BW-/Datasphere-Aufbau für IFRS 17 — standardmäßig den Insurance Analyzer für einen Erstaufbau wählen — seine Kohorten-Gruppierungslogik.
- Die Beherrschung mit der Kennzahl verfolgen: Abstimmungsbruch des CSM-Wasserfalls.
Vollständiges Modul für Mitglieder. Das vollständige Modul ergänzt: den Entscheidungsrahmen · das durchgehende Szenario · die KPI-Scorecard · die Anti-Muster · die Codeblöcke · die Wissenskontrolle · die Schemata.