SAP Cloud Application Programming Model (CAP): CDS-Modelle, Services und Persistenz in SAP HANA Cloud
Stand
CAP ist SAPs Framework für Side-by-Side-Services auf SAP BTP: Entitäten und Services werden in CDS modelliert, die Laufzeit liefert OData V4, lokal mit SQLite und in Produktion mit SAP HANA Cloud (HDI-Container). Das Modul führt von cds init zu einem lauffähigen Kostenstellen-Budget-Service mit CSV-Beispieldaten, reproduzierbaren $count- und $filter-Ergebnissen, deklarativer Autorisierung mit @restrict und der Build-Kette mbt build und cf deploy. Es ordnet CAP zum Clean Core ein, zeigt den Abruf von S/4HANA-APIs per cds import und die Rolle von Analytics und KI darüber.
Was Sie lernen
- Ein CAP-Projekt mit cds init anlegen und Entitäten mit den Aspekten cuid und managed in db/schema.cds modellieren
- Projektionen als OData-V4-Service bereitstellen und mit $count und $filter abfragen
- Einen Node.js-Handler mit before- und on-Hooks und einer ungebundenen Funktion schreiben
- Einen Service mit @restrict schützen und mit Mock-Benutzern testen
- SAP-HANA-Cloud-Unterstützung mit cds add hana ergänzen und das HDI-Deployment erklären
- Ein EDMX von api.sap.com mit cds import importieren und eine Projektion darauf bereitstellen
CAP 2026: was es ist und wo es sitzt
Das SAP Cloud Application Programming Model (CAP) ist SAPs Framework für Side-by-Side-Services auf SAP BTP. Man beschreibt ein Domänenmodell und Services in CDS (Core Data Services für CAP, Dateien mit der Endung .cds), und die CAP-Laufzeit liefert sie als OData V4 aus, ohne handgeschriebene Controller. Sie läuft auf Node.js und auf Java (cds add nodejs, cds add java); die Standarddatenbank für die Produktion ist SAP HANA Cloud, SQLite ist die Entwicklungsdatenbank (CAP Getting Started, CAP-Datenbankleitfaden).
Für einen Analytics-Berater ist die Einordnung wichtig. In CAP baut ein Kunde, was nach der Clean-Core-Regel außerhalb von S/4HANA bleiben muss (siehe M417 und Konzept C198, Side-by-Side-Erweiterungen): einen Budgetfreigabe-Service, eine Mapping-Tabelle, eine dünne API über einem Data Product. CAP ersetzt ABAP CDS nicht. ABAP-CDS-Views (Konzept C032) leben im ABAP-Stack und speisen Embedded Analytics; CAP-CDS lebt in einer BTP-Anwendung und persistiert in SAP HANA Cloud (Konzept C319, siehe M422).
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse in JavaScript oder TypeScript sowie REST/OData
- Node.js (gerade LTS-Version) und @sap/cds-dk installiert
- Für das optionale Deployment: ein SAP-BTP-Trial- oder Free-Tier-Subaccount mit Cloud Foundry und einer HANA-Cloud-Instanz
Lernergebnisse
- Die Lab-Ergebnisse reproduzieren: $count 8 auf BudgetLines, 3 überschrittene Zeilen 2026, totalPlanned 2026 = 170000
- Erklären, was cuid und managed einer Entität hinzufügen und welche Spalten entstehen
- SQLite-Entwicklung von der Produktionspersistenz mit HANA Cloud und HDI unterscheiden
- Die Kette cds add, mbt build, cf deploy beschreiben und die erzeugten XSUAA-Artefakte nennen
- Entscheiden, wann CAP, freigegebene S/4HANA-APIs oder eine ABAP-Cloud-Erweiterung das richtige Werkzeug ist
- Benennen, was zu CAP-Analytics-Annotationen und dem CAP-LLM-Plugin verifiziert ist und was nicht
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